Über Chancen und Grenzen von Beratung

Über 100 Gäste begrüßte das Team der Diakonie Bonn und Region beim traditionellen Jahresempfang. Im historischen Gemeindesaal der evangelischen Erlöserkirchengemeinde begegneten sich bei dieser Gelegenheit Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Superintendent Dietmar Pistorius, Mitglieder des Landtags, Mitarbeitende der Stadtverwaltung, Vertreter:innen der Kommunalpolitik, der Wohlfahrtspflege, der evangelischen Kirche aus der Region sowie Freunde und Förderer des Diakonischen Werkes.

In den Fokus gerückt haben die Veranstalter das Thema „Chancen und Grenzen von Beratung“. In seiner Begrüßung führte Superintendent Dietmar Pistorius sehr anschaulich in das Thema ein und nahm Bezug auf die Erfahrungen, die Pfarrerinnen und Pfarrer in ihrem Alltag machen: „An Pfarrhaustüren spiegelt sich die soziale Lage der Stadt wider.“ Daran machte er den Bedarf für professionelle Beratung deutlich und gab eine persönliche Empfehlung: „Die Ungerechtigkeit erkennt man am ehesten, wenn man zulässt ihr zu begegnen.“ Abschließend warnte er vor Kürzungen der Mittel für die Beratung: „Gesellschaft brauchte Beratung und als Kirche tun wir gut daran sie anzubieten.“

In ihrem Grußwort zählte Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „das Diakonische Werk „zu den wichtigsten Kooperationspartnern“ im Bereich Beratung in der Stadt Bonn.“ Auch sie unterstrich den Bedarf an professioneller Hilfe: Beratung könne vielen helfen. Sehr deutlich zu hören war ihr Appell, sich gemeinsam für die soziale Infrastruktur einzusetzen, insbesondere im Angesicht der angespannten Haushaltslage der Stadt. Sie wünschte sich in dieser Aufgabe die Diakonie und die anderen Verbände als Verbündete.

Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher vertiefte das Thema. Anhand von Fallbeispielen aus der Evangelischen Schwangerenberatung, der Fachambulanz Sucht sowie der Sozialberatung beschrieb er sehr konkret, wie Beratung wirken kann. Doch auch den Handlungsbedarf ließ er nicht aus: Neben der notwendigen auskömmlichen Finanzierung war es ihm ein Anliegen, die Hürden durch die komplexe Bürokratie zu benennen. Auch seine Befürchtungen hinsichtlich der Umsetzung der Kindergrundsicherung brachte er zum Ausdruck: Das dürfe im Ergebnis nicht die Zusammenlegung bestehender Leistungen sein, sondern müsse eine eindeutige Verbesserung der Lebenslage erreichen.

Im Nachgang zu dem eindringlichen Vortrag gab es Gelegenheit zum Austausch, der intensiv genutzt wurde. Musikalisch abgerundet wurde die Veranstaltung von Sängerin Johanna Amaya und Band.

Hören Sie zum Thema „Chancen und Grenzen – Was kann Beratung leisten?“ auch unseren Podcast:

Umgang mit dem Neugeborenen

Die Familienhebammen der Diakonie begleiten Mütter und auch Väter mit ihrem Neugeborenen und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ob fehlende Bindung, ein strukturierter Tagesablauf oder Probleme beim Stillen, die Familienhebammen unterstützen bis zum ersten Lebensjahr des Kindes. Dabei kommen die Frauen aus ganz verschiedenen Lebensbereichen. Sie alle sind unsicher, wie sie in bestimmten Situationen mit ihrem Baby umgehen sollen und wenden sich deshalb an die Diakonie.