Dem Wasser annähern: Fluthilfe-Team und BUND organisieren Bach-Projekt in Swisttal-Heimerzheim

Beinahe ein Jahr ist es her, dass der Starkregen das Leben etlicher Menschen verändert hat. Einige von ihnen konnten rein baulich seitdem Vieles aufbauen, andere sind noch lange damit beschäftigt. Die instandgesetzten Häuser sind gut sichtbar. Doch inwieweit auch die Traumata bewältigt wurden, ist von außen nicht zu erkennen.

Für den DGB-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg betont ihr Vorsitzender Bernd Weede: „Wir fordern alle Politikerinnen und Politiker in der Region auf dafür einzutreten, dass es keine Fahrpreiserhöhung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geben wird. Die geplante Erhöhung setzt in vielerlei Hinsicht ein falsches Zeichen und wirkt kontraproduktiv: Sie betrifft vor allen Menschen mit geringem Einkommen, aber auch die Berufspendlerinnen und -pendler die, durch steigende Miet- und Mobilitätskosten doppelt belastet werden. Fahrpreiserhöhungen machen den ÖPNV zudem unattraktiver und den Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen unwahrscheinlicher.“

Für den Deutschen Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. erklärt Bernhard von Grünberg: „Vor allem die Parteien, die in ihren Wahlprogrammen und Koalitionsverträgen für einen schrittweisen Einstieg in den fahrscheinlosen Nahverkehr geworben haben, machen sich – auch mit einem kleinen Kompromiss – unglaubwürdig. Wir appellieren darum an die Politikerinnen und Politiker aller Parteien gegen eine Fahrpreiserhöhung zu stimmen.“

Ulrich Hamacher, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bonn, fordert: „Mit Bus und Bahn zu fahren, ist in unserer Region bereits jetzt zu teuer. Wir müssen vielmehr den ÖPNV wieder bezahlbar machen. Nur mit günstigen Ticketpreisen wird der Umstieg vom Individualverkehr zum ÖPNV gelingen. Dazu gehört auch, die bekannten Zugangshürden für Jobtickets zu beseitigen. Mittelfristig streben wir einen kostenlosen ÖPNV an und sehen die kommende Bundesregierung in der Verantwortung mehr Finanzmittel bereitzustellen.“