In der Gemeinde zu Hause

Stimmt die Pflege, ist ein Gutteil zum Erhalt der Gesundheit und zum zufriedenen Zuhause-sein geleistet. Doch Pflegerisches ist nur ein Aspekt, der für eine angemessene Lebensqualität erforderlich ist. Auch die Seele fordert Pflege und Fürsorge ein. Viele Angehörige spüren diesen Bedarf und leisten einen großen Beitrag, um ihren Lieben den nötigen Ausgleich zu bieten – mit Zugewandtheit und Empathie.

Doch nicht nur die Familie, Freunde und Bekannte können hier zum Einsatz kommen. Oftmals ist es auch das Netzwerk vor Ort, das die eigene Lebenswelt bereichert.

„Wir erleben es tagtäglich, dass die Kontakte zur unmittelbaren Außenwelt für die uns anvertrauten Personen so wichtig sind wie die Luft zum Atmen“, berichtet Erika Bützler-Bors, langjährige Gemeindeschwester und heute Koordinatorin der Ambulanten Pflege, von ihren Erfahrungen.

Aus diesem Grund sind unsere Nähe zu den Kirchengemeinden und dem jeweils dazugehörigen Netzwerk ein entscheidender Mehrwert für die Patientinnen und Patienten. Alle unsere Einrichtungen halten enge Verbindungen zu den Kirchengemeinden vor Ort und stellen bei Bedarf Kontakte zu Seelsorge und dem Gemeindenetzwerk her. Ob das in der Praxis bedeutet, dass unsere Teams einen gemeindlichen Besuchsdienstkreis bitten, sich jemandem anzunehmen oder Rücksprache an anderer Stelle halten – etwa bei der zuständigen Pfarrerin oder dem Pfarrer oder ob sie über besondere Angebote in den verschiedenen Gemeinden informieren, entscheiden die uns anvertrauten Menschen und deren Angehörigen.