Ausschreibung für Marie-Kahle-Preis läuft

2018 wurde der Marie-Kahle-Preis erstmals verliehen

2018 wurde der Marie-Kahle-Preis erstmals verliehen. Bild: vigilux/meikeboeschemeyer

Zum zweiten Mal verleihen die beiden evangelischen Kirchenkreise der Region den Marie-Kahle-Preis für Projekte in der Flüchtlingsarbeit, die von ehrenamtlichem Engagement getragen werden.

Im Anschluss an den Abschlussgottesdienst der interkulturellen Woche werden im Rahmen einer Preisverleihung am 26. September Projekte und Initiativen ins Rampenlicht gerückt, die sich mit ihrer Arbeit für die Integration von Geflüchteten einsetzen. Sie leisten damit aktiv einen Beitrag zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und sollen dafür gewürdigt werden.

Die diesjährigen Preisträger:innen werden in drei Kategorien geehrt:

  • Kinder, Frauen und Flucht
  • Durchhalten! Flüchtlingshilfe in Zeiten von Corona
  • Es gibt ein Leben nach Corona – neue Ideen für die Zukunft

Sollte eine Präsenzveranstaltung nicht umsetzbar sein, planen die Veranstalter eine digitale Variante der Preisverleihung. Die Ausschreibungsphase hat begonnen. Ehrenamtliche Initiativen haben bis zum 30. Juni 2021 die Chance, ihr aktuelles Projekt oder auch ihr geplantes Projekt einzureichen. Die Unterlagen finden Sie hier.

Veranstalter des Marie-Kahle-Preises sind das Diakonische Werk Bonn und Region, die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn sowie das Diakonische Werk Euskirchen. Pro Kategorie werden 700 Euro als Preisgeld ausgelobt, die die  beiden evangelischen Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel zur Verfügung stellen. Die Entscheidung, welche Projekte in der jeweiligen Kategorie gewinnen, trifft eine Jury, der unter anderem die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn, Coletta Manemann, Kaveh Javadi, selbst geflüchteter Aktiver aus der Flüchtlingshilfe, Bernhard von Grünberg für den UNHCR und Kirchenrat Rafael Nikodemus, Migrationsexperte der evangelischen Landeskirche, angehören.

Der Preis ist benannt nach Marie Kahle. Die Bonnerin hat nach der Reichspogromnacht am 10. November 1938 jüdischen Ladenbesitzern geholfen, den Schaden, den Nationalsozialisten verursacht hatten, zu beheben und aufzuräumen. Allein wegen ihrer Solidarität machte sie das NS-Regime zur Zielscheibe und sie musste mit ihrer Familie aus Deutschland fliehen.