Gut eingefädelt – was ein Nähkurs mit Integration zu tun hat

Gut eingefädelt – was ein Nähkurs mit Integration zu tun hat

Nähkurs im Stadtteilbüro der Diakonie in Medinghoven. Foto: Andrea Kiefert

Acht Frauen finden sich einmal in der Woche im Stadtteilbüro der Diakonie in Medinghoven zum Nähkurs ein – und doch ist dieses Projekt unter dem Titel GUT EINGEFÄDELT mehr als nur das Erlernen von Nähfertigkeiten. „Ich freue mich, endlich andere Frauen kennenzulernen und richtig nähen zu lernen. Das wollte ich schon immer, aber es scheiterte immer am Geld“, erzählt Soomaya, eine der Teilnehmerinnen. Die acht Frauen aus Marokko, Kasachstan, Libyen und Deutschland erleben ein Stück gelebter Integration bei ihren Treffen.

Anfang November wurde der Kurs gestartet und die Plätze waren schnell belegt. Einmal in der Woche für drei Stunden wird unter Anleitung einer Schneiderin gearbeitet – das Nähen zu lernen ist aber nur ein Effekt. Der Kurs bringt Menschen zusammen, leistet Hilfe zur Selbsthilfe, fördert den Austausch der Frauen und das Lernen voneinander. Finanziert wird das Projekt über Spenden und ist vorerst für ein  Jahr gesichert.

Die Frauen zahlen selbst jeweils 20 € zum Nähkurs dazu - mehr ist für sie nicht machbar, denn sie kommen aus bedürftigen Familien, von denen es in Medinghoven viele gibt. Damit das wichtige Angebot über das nächste Jahr hinaus angeboten werden kann, sind weitere Spenden willkommen.