Die integrative Kraft der Musik

Diakonisches Werk

Foto: Diakonisches Werk

Bereits zum dritten Mal fand das Benefizkonzert zugunsten der Stadtteilarbeit der Bonner Diakonie und der Musiksparte des Tannenbusch-Gymnasiums statt. Das Bonner Jugendsinfonieorchester und Solisten spielten am Sonntag in der gut besuchten Aula des Gymnasiums Werke von Beethoven, Mendelssohn Bartholdy und Tschaikowsky. Dabei stand neben der Musik der gute Zweck im Vordergrund.

Mit der Benefizmatinee wollten die Veranstalter auf die vielfältige Stadtteilarbeit im Tannenbusch aufmerksam machen und dafür Spenden sammeln. Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft (JHG), die Diakonie, die Rotarier Bonn-Süd/Bad Godesberg und das Tannenbusch-Gymnasium arbeiten das ganze Jahr über zusammen, um etwas für Kinder und Jugendliche zu tun, die zu einem großen Teil einen Migrationshintergrund haben. „Wir glauben, dass man bei jungen Menschen über Bildung am meisten erreichen kann, darum ziehen wir hier alle an einem Strang“, so Dr. Ulrich Guntram, Präsident der Rotarier Bonn-Süd/Bad Godesberg. Sein Club, die JHG und die Diakonie kooperieren beim Netzwerk „Tannenzwerge“, über das Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitgestaltung und Unterstützung für junge Familien angeboten werden.

Die umfangreiche Arbeit der „Tannenzwerge“ ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen und dazu wollte unter anderem das Konzert beitragen. „Die Arbeit hier im Stadtteil und hier an der Schule ist gelebte Integration, und wir erleben dabei auch die integrative Kraft der Musik“, so Prof. Hans-Martin von Gaudecker (JHG). „Wir freuen uns über die sehr gute Zusammenarbeit“, betonten Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher und Schulleiter Eike Schultz. Ein Teil des Erlöses des Konzerts geht in die musikalische Ausbildung am Tannenbusch-Gymnasium. Auch dort haben viele Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund und die Lehrer stehen ihnen auf ihrem Lebensweg mit besonderem Engagement zur Seite.