Verlässliche Partner

v.l. Superintendent Eckart Wüster, Diakonie-Bereichsleiter Thomas Bischofs, Superintendent Mathias Mölleken, aus der Diakonie-Geschäftsleitung Marion Schaefer und Diakonie-Chef Ulrich Hamacher

Präsentation der praktischen Arbeit

Seit dreißig Jahren bietet das Diakonische Werk soziale Beratung in Stadtteilbüros sowie Gemeinwesenarbeit an. Die konkreten Beratungsaspekte haben sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Der grundsätzliche Bedarf ist geblieben bzw. nimmt zu. Am Ende geht es um Menschen und um die Herausforderungen, denen sie sich täglich stellen müssen – die häufig über das individuell Leistbare hinausgehen. Welche das sind, präsentierte das Diakonische Werk beim traditionellen Jahresempfang anschaulich.

Über 100 Gäste fanden sich im Haus der evangelischen Kirche ein, um an den Erfahrungen der Sozialarbeiter der Diakonie teilzuhaben. Superintendent Mathias Mölleken freute sich über die große Resonanz. Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher kündigte in seiner Begrüßung an, dass es „uns bei diesem Thema wichtig war, nicht nur über die Menschen zu sprechen, sondern sie auch selbst zu Wort kommen zu lassen“. Da gleichzeitig niemand bloß gestellt werden sollte, präsentierten die Schauspielerinnen Nina Goldberg, Julia Roepke und der Schauspieler Martin Küpper äußerst glaubwürdig und bewegend die Geschichten von zwei Klientinnen und einem Klienten.

Bereichsleiter Thomas Bischofs vertiefte deren persönlichen Erfahrungen mit Hintergrundinformationen. Er machte deutlich, dass „die Menschen selten mit nur einem Problem in die Beratung kommen. Da ist der Hartz-IV-Antrag oder die GEZ-Befreiung meist nur der Anlass für den Termin und im Gespräch rückt eine Schuldenproblematik, eine Suchterkrankung oder das Mietverhältnis in den Fokus“, so der Fachmann.

Bischofs machte zudem deutlich, wie sich die Integration Geflüchteter auf die Sozialberatung auswirkt und welche Perspektive die Diakonie für den Stadtteil Medinghoven sieht. Eine sehr gute –sofern dort tatsächlich ein umfassendes Quartiersmanagement mit dem Schwerpunkt auf Gemeinwesenarbeit und Vernetzung umgesetzt würde. Mit den Worten „wir sind dafür bereit“, schloss er seinen Beitrag.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan würdigte die Arbeit der Diakonie in diesem Bereich und zeigte sich im Namen der Stadt Bonn dankbar, einen verlässlichen Partner vor Ort in den Stadtteilen zu haben.

Im Anschluss an den offiziellen Teil blieb Gelegenheit, für informelle Gespräche. Wer weiß, vielleicht war der Empfang der Startschuss für eine Weiterentwicklung im Stadtteil Medinghoven?