Vier Jahrzehnte evangelische Schwangerenberatung

40 Jahre EVA Evangelische Schwangerenberatungsstelle

Auf dem Foto sehen Sie von links Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel, Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher, Landeskirchenrat Jürgen Sohn, Einrichtungsleiterin Claudia Mühl-Wingen, Mitbegründerin Annegret Sirringhaus sowie im Vordergrund die Schauspielerin Nina Goldberg

Anlässlich des Jubiläum von EVA, liest Nina Goldberg aus Ulla Hahns Spiel der Zeit

Anlässlich des Jubiläum von EVA, liest Nina Goldberg aus Ulla Hahns Spiel der Zeit

Jubiläumsfeier von EVA - Evangelische Beratungsstelle für Schwangerschaft, Sexualität und Pränataldiagnostik, Beratung nach § 219 StGB

140 Gäste haben sich in der Krypta der Kreuzkirche eingefunden, um mit der Schwangerenberatungsstelle EVA der Diakonie deren 40-jähriges Jubiläum zu feiern. Mit dem Team der Einrichtung ließen sich die Besucher auf eine Zeitreise in die Vergangenheit ein. Über einen kurzen Film gelang es, dem Publikum die siebziger Jahre vor Augen zu führen: Mit Aufbruch, Aufklärung und noch vielen Tabus.

In Ansprachen erinnerten Landeskirchenrat Jürgen Sohn und Mitgründerin der Einrichtung Annegret Sirringhaus daran, wie sich aus dieser Zeit heraus EVA zu einer umfassenden Beratungsstelle entwickelt hat. Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel dankte im Namen der Stadt Bonn der Beratungsstelle für ihre verlässliche Arbeit und dafür, dass hier jeder Mensch mit seinen Fragen und Schwierigkeiten ernstgenommen wird. Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher freute sich, dass so viele Menschen aus Politik, Verwaltung und aus anderen Beratungsstellen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis der Einladung gefolgt sind. „Ein gutes Zeichen dafür, wie vernetzt und verankert EVA ist“, so Hamacher.

Im Zentrum des Programms stand eine Lesung aus Ulla Hahns Buch „Spiel der Zeit“ durch die Schauspielerin Nina Goldberg. Eindringlich präsentierte sie die Geschichte über eine ungewollte Schwangerschaft, die eine junge Frau in die Krise führt und mit einem heimlichen, illegalen Schwangerschaftsabbruch endet. „Wir hatten überlegt, daran eine Experten-Runde anzuschließen“, berichtete Einrichtungsleiterin Claudia Mühl-Wingen im Anschluss, „aber es war uns dann klar, dass nach den Bildern, die die Geschichte von Ulla Hahn hinterlässt, kein Raum mehr bleibt.“ Stattdessen stellte sie zum Abschluss das ganze Team vor und lud zu Gesprächen an Thementischen ein, die zu den verschiedenen Arbeitsschwerpunkten vorbereitet wurden: Schwangerschaftsberatung und -konfliktberatung, Sexualpädagogik, Beratung bei Pränataldiagnostik, Familienhebammen, MamaMia - interkulturelle Frühstückscafés und die Servicestelle Fragnach waren vor Ort präsent.