Familienhebammen vor Ort

Die Familienhebamme wiegt die kleine Chloé

Die Familienhebamme Stephanie Esser war drei Monate lang regelmäßig in der Flüchtlingsunterkunft in Swisttal-Heimerzheim.

Projekt Sprechstunde in Flüchtlingsunterkunft abgeschlossen

Aufenthalt, Arbeit, Familiennachzug sind die großen Themen geflüchteter Menschen. Daneben besteht aber auch das mehr oder weniger alltägliche Familienleben. So sind unter den Frauen mit Fluchterfahrung immer wieder Schwangere oder Mütter, die erst vor kurzem ein Kind auf die Welt gebracht haben. Ihnen Beratung anzubieten und unmittelbar zugänglich zu machen, ermöglichte der Rhein-Sieg-Kreis mit dem „Sonderfonds im Rahmen der Flüchtlingshilfe“ („Kühn-Gelder“). Von September bis Ende Dezember hat eine Familienhebamme von EVA, der Evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaft, Sexualität und Pränataldiagnostik des Diakonischen Werkes alle zwei Wochen eine Sprechstunde in der Flüchtlingsunterkunft in Swisttal-Heimerzheim angeboten. Eine Sprachmittlerin stand ihr dabei zur Seite.

Deutlich wurde in dieser Zeit, dass es hilfreich wäre, auf Dauer ein breiter aufgestelltes Hilfeangebot vorzuhalten. „Der Bedarf ist groß, sowohl was Beratung, aber auch was Kommunikation und Austausch betrifft. Wir würden uns wünschen, diesen Bedarf mit einer MamaMia-Gruppe zu bedienen,“ so Claudia Mühl-Wingen. Die interkulturellen Frühstückscafés MamaMia  sind ein Projekt der evangelischen Schwangerschaftsberatungsstelle EVA, das schon an fünf Standorten in Bonn und Region erfolgreich läuft. Mütter und ihre kleinen Kinder aus problematischen Verhältnissen können hier Kontakt und Hilfe finden.