Bunte generationenverbindende Nachbarschaft

Die Idee entstand im NBB, denn der Eingangsbereich erschien doch zu trist. Leiterin Frieda Stahmer sprach die Kunstlehrerinnen Karin Oheim-Hempel und Anne Klaus an, und die riefen ihre Schüler zu Ideen auf. Vorgaben gab es nur wenige: Die sechs Farben des NBB und das Logo von Diakonie und Nachbarschaftszentrum sollten verwendet werden. Sechs Schüler hatten eigene Ideen und machten mit: Dawid Jaworek, Berat Latifi, Dennis Gaspers, Max Schmitz, Eugen Lutov und Gino Veriga. Und so kam es bald zum ersten Treffen mit den fünf Seniorinnen, die regelmäßig das NBB besuchen. 

Dabei ging es nicht nur um das Kunstprojekt, sondern auch um das Thema Nachbarschaft. "Was verstehen wir darunter?" Klar, dass es unterschiedliche Vorstellungen gab. Das Ergebnis dieses Austauschs ziert jetzt auch eine Wand im Eingang. Dort stehen Begriffe wie "bewegtes Miteinander, sich helfen, zusammen singen und feiern, sich streiten, Freunde finden, Freunde treffen, alles um sich herum ausmachen". 

 "Das Thema Nachbarschaft verbindet", sagt Frieda Stahmer. "Durch das Projekt haben die Schüler das NBB überhaupt erst kennengelernt, und ihre Kunstwerke zeigen sie zu Recht stolz ihren Freunden." Mit viel Einsatz, bunten Farben und einem Stück Akribie entstand so der neue Eingangsbereich. Dort rollen jetzt große bunte Bälle an der Wand des Treppenhauses nach unten, schlängeln sich breite bunten Linien an der Wand entlang, sammeln sich bunte Seifenblasen rund um eine Tür. Und Graffiti war auch noch erlaubt: So wurde das Logo auf der Tür aufgebracht. "Eine tolle Erfahrung für die Schüler, die viel Spaß gemacht hat", zogen die Lehrerinnen ihr Fazit.